Blog 3: Model- Shooting und Etikette? Nie gehört!

Es gibt Fotografen, die beim Zusammenarbeiten mit einem Model (vorzugsweise jungen Frauen) jeden Anstand und Respekt vergessen.

Die Leichtgläubigkeit junger Frauen, die nur wenige bis gar keine Model- und Shooting- Erfahrungen haben wird leider viel zu häufig ausgenutzt. Aussagen wie “Ich mache einzigartige Bilder von dir”, oder “Du siehst klasse aus”, oder “Ich bringe dich groß raus”…. sind nur einige Beispiele, mit denen Frauen angelockt werden.

Es gibt viele seriöse und großartige Fotografen, aber wie überall gibt’s auch unter Fotografen schwarze Schafe. Deshalb lege ich Wert auf einen konkreten Shooting- Vertrag, der nicht nur meine Rechte beschreibt, sondern auch die Rechte und Interessen meiner Kundin. Auch werden vor dem Shooting konkrete Absprachen zu den Aufnahmebereichen getroffen, die nicht kurzfristig geändert werden. Und diesen Satz kann ich nicht stark genug betonen: Bringe eine Begleitperson deines Vertrauens mit. Diese Aussage weckt nicht nur das Vertrauen beim Kunden, sondern ich sichere mich damit ab, nicht Gefahr zu laufen nach dem Shooting wegen unsittlichen Vorfällen bezichtigt zu werden.

Grundsätzlich gibt es für mich meine eine “Nicht-anfassen-Politik” beim Fotoshooting. Wenn es die Situation per se nicht zulässt, dass ich als männlicher Fotograf mal ein Kleidungsstück oder eine Strähne korrigieren muss, dann, aber auch nur dann korrigiere ich mit ausdrücklicher Zustimmung des Models und mit einem ausreichendem Abstand den “Fehler”, diesen aber auch vorher klar und deutlich mit dem Model besprochen zu haben. Abstand ist sowieso ein enorm wichtiger Punkt, den jeder Fotograf dem Kunden gegenüber beachten muss. Kein Model, ob männlich oder weiblich möchte in seiner Komfortzone gestört werden. Je weniger ein Model bekleidet ist, umso größer sollte dann der Abstand zwischen Fotograf und Model sein.

Aber nicht nur Fotografen sollten sich an die Etikette halten, das Gleiche gilt auch für die Models. Es gibt nichts ärgerlicheres und nervigeres wenn ein Model sich dem Fotografen gegenüber wie ein “Arsch” verhält. Ein Model hat nicht nur die selben Rechte wie ein Fotograf, sondern auch die gleichen Pflichten. Und wie unter Fotografen gibt es auch Models schwarze Schafe. Unvorbereitet, ungepflegt und mit einer miesepetrigen Laune erscheinen sie am Set, haben eigentlich gar keine Lust zum Shooten und erwarten dass der Fotograf für das Model mitarbeitet.

Und auf so einer Grundlage kann ein Fotoshooting einfach nichts werden. Deshalb sollten sowohl der Fotograf als auch das Model sich vorher Gedanken machen, ob sie zusammenarbeiten möchten, welche Bilder sie machen möchten, welchen Mehrwert beide sich von dem Shooting erwarten und sich beide sowohl ihrer Rechte als auch ihrer Pflichten bewusst sind. Und wenn alle Fragen beiderseits zufriedenstellend beantwortet werden können und der Respekt vorhanden ist, steht einem tollen Fotoshooting nichts im Wege und die Ergebnisse sprechen ja am Ende dann auch für sich.

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